Türchen Numero 16 – Chili, Ingwer & Co

ChiliDie, die mich kennen, werden sich nun wundern, das ich einen solchen Bericht verfasse. Ich esse nämlich kaum scharf, naja eigentlich gar nicht. Nicht einmal pfefferscharf darf bei mit etwas sein, dann verbrenne ich schon 😉 .
Aber wärmende, heilende Gewürze gehören einfach in diese Zeit, oder? Und außerdem interessiere ich mich auch sehr dafür, auch aufgrund meines Mannes, da er sehr gern scharf ist und wir eine kleine Chilizucht jedes Jahr zuhause haben.
Daher wird Chilipulver bei uns nicht gekauft, sondern jedes Jahr selbst hergestellt. Die Chilis werden aufgefädelt, getrocknet und in einer Kaffeemühle fein gemahlen (keine Sorge wir haben dafür eine eigene Kaffeemühle, die nur für das verwendet wird 😉 ). Wir haben so viel, dass es auch gerne als Geschenk verwendet wird und so Freunde und Bekannte damit versorgt werden.


Kren – Meerrettich

KrenBeginnen möchte ich aber mit dem Kren, das ist nämlich so ziemlich das einzige Scharfe, das ich etwas vertrage und auch gerne esse 😉 .
Im Winter sollte man immer eine Wurzel eingelagert haben, da er gegen allerlei Infektionskrankheiten hilft. Er wirkt antibakteriell, immunstärkend, schweißtreibend, harntreibend und fiebersenkend.
Kren sollte am besten nur frisch verwendet und nach dem reiben auch rasch konsumiert werden, da sich die ätherischen Öle schnell verflüchtigen. Bereits das Reiben kann schon eine Art Therapie für die Nasennebenhöhlen sein.
Ein altbewährtes Hausmittel ist zum Beispiel ein Meerrettich-Honig oder ein Wickel aus Kren. Dafür bei Husten den Brustbereich mit einer fetthaltigen Salbe eincremen, den frisch geriebenen Kren auf ein Baumwolltuch verteilen und mit dieser Seite auf die Brust legen. Das Tuch bleibt so lange auf der Haut, bis es anfängt zu brennen.
Ein weiteres Hausmittel bei Fieber, auf das mein Mann schwört, ist das „Kren-Kranzl“. Dafür scheiben vom Meerrettich schneiden, diese auf einen Faden auffädeln und als „Kranz“ um den Hals legen. Am besten macht man dies zum Schlafen gehen. Dann kann der Kren so richtig „arbeiten“ und das Fieber dem Körper entziehen.


Chili

ChilipulverMan glaubt es kaum, aber Chili war früher bereits eine Heilpflanze. Die Ureinwohner Amerikas nutzten ihn bei Zahnschmerzen und Arthrose. Medizinisch gesehen verwendet man ihn heutzutage aber fast ausschließlich in Wärmepflaster um rheumatische Schmerzen zu lindern, sowie bei Hexenschuss, Migräne und Gürtelrose.
In der Regel wird der Chili aber hauptsächlich in der Küche verwendet, dort wärmt er zwar von innen heraus, wird aber kaum für seine Inhaltsstoffe geachtet. Dabei wirkt das scharfmachenden Capsaicin antioxidativ, entzündungshemmend, schmerzlindernd, immunstärkend und appetitzügelnd. Daher wird seit einigen Jahren intensivst geforscht und man konnte auch schon positive Erfolge gegen laborgezüchtete Krebszellen erzielen. Weiters ist Chili aufgrund dieses Capsaicins cholesterinsenkend und somit gut für unsere Herzgesundheit.


Ingwer

IngwerEr wird vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt. Da er aber auch von innen wärmt, ist Ingwer sehr gut für Erkältungskrankheiten. In China wird er schon ewig zur Therapie von Fieber, Husten, Übelkeit, Magenschmerzen und Durchfall eingesetzt.
IngwerteeAm leichtesten kann Ingwer zu therapeutischen Zwecken als Tee zu sich genommen werden. Entweder man kauft sich einen fertigen Tee oder eine Teemischung oder man brüht einfach 1-2 TL geraspelten, frischen Ingwer in heißem Wasser auf, lässt in 10-20 Minuten ziehen und seiht ihn dann durch ein feines Teesieb. Noch mit etwas Honig süßen und schon ist ein schneller Erkältungstee oder auch Magen-Darm-Tee fertig.
Man kann beim Aufbrühen auch gleich noch etwas Schwarztee dazugeben, dann bekommt man eine aromatische Teemischung.


Curcuma

CurcumaEine weitere wichtige Wurzel in der Wintersaison. Der im Curcuma enthaltene Pflanzenstoff ist ein potenter Radikalfänger und wirkt somit antioxidativ. Daher kann er gegen Krebs helfen, Alzheimer vorbeugen, Schwermetalle ausleiten, vor Fluoriden schützen und die Leber heilen.
Es ist aber nicht so leicht die erforderliche Dosis für eine Heilwirkung zu erreichen. Man sollte dafür nämlich täglich 3-5 Gramm zu sich nehmen.
Am besten gelingt das mit einem Tee (z.B. in Kombination mit Ingwer) oder der „Goldenen Milch“. Obwohl es gibt auch schon Curcumin-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel. Davon halte ich aber nicht so viel, da ich nicht so der Freund von Nahrungsergänzungsmittel bin. Ich nehme lieber alles über eine abwechslungsreiche Ernährung zu mir.
Ganz wichtig ist noch, dass Curcuma nie ohne Fett eingenommen werden soll, da der Stoff Curcumin fettlöslich ist.

Curcuma-TeeRecht gute und abwechslungsreiche Curcuma-Teemischungen gibt es bereits im Handel in vernünftiger Qualität.
Wer aber selbst einen Tee zubereiten möchte, könnte dies zum Beispiel so tun:

  • 1 Tasse Wasser
  • ¼ TL Curcuma
  • ¼ TL Ingwer
  • Eine Prise schwarzer Pfeffer (steigert die Aufnahme des Curcumin)
  • 2 EL Hafermilch
  • Süße nach Wahl zum Abschmecken

Goldene-MilchEin tolles Rezept für die „Goldene Milch“ findet ihr hier.  Die „Goldene Milch“ ist ein altbewährtes Heilmittel der indischen und chinesischen Medizin. Daher sollten auch nur wirklich qualitativ-hochwertige Nahrungsmittel verwendet werden.

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