Wiener Wäschermädeln

So nun ist es soweit – ich habe meinen Jahresvorsatz erledigt. Ich habe mir für heuer nämlich vorgenommen, regionale, österreichische Gerichte aller Bundesländer nachzukochen. Jeweils ein süßes und ein herzhaftes Gericht pro Bundesland. Es sind da einige, neue, interessante Rezepte für mich dabei gewesen 😋.

Die österreichische Küche ist sehr vielfältig, manche Gerichte kann man aber trotzdem mehreren Bundesländern zuordnen. Also seid mir bitte nicht böse, wenn ich das eine oder andere Gericht vielleicht einem anderen Bundesland zugeordnet habe, als ihr es getan hättet 😉.

Anfangen möchte ich mit dem kleinsten Bundesland: Wien. Da fällt einem doch gleich zahlreiches ein, oder? Fiaker-Gulasch, Tafelspitz, Sacher Torte und, und, und.

Ich habe mich dann einerseits für die Wiener Wäschermädel – ein doch eher selteneres Rezept – und andererseits für den altbewährten Tafelspitz entschieden.

Heute gibt es gleich mal das süße Rezept, da ja gerade noch Marillensaison ist 😊. Man braucht nämlich dafür unbedingt frische Marillen! Anfangs dachte ich, dass das eine eher fettige Angelegenheit wird, aber ich wurde vom Gegenteil überrascht. Natürlich ist es auch kein leichtes Gericht, jedoch gibt es diese Marillen im Backteig sicherlich auch nicht jeden Tag 😉.

Die Marillen können entweder als ganze oder auch als halbierte Marille durch den Backteig gezogen werden. Wenn ihr ganze Marillen verwendet, dann den Kern mit Hilfe eines Kochlöffelstiels herausdrücken und eventuell das Loch mit einem Stück Marzipan füllen.

Dazu gab es bei uns ganz traditionell eine Vanillesauce und vorher gab es noch ein leichtes, frisches Zucchinisüppchen natürlich aus Zucchini aus dem eigenen Garten 😉 .
Für die Vanillesauce nehme ich einfach immer ca. 300ml Milch mit einem halben Päckchen Vanillepuddingpulver und etwas Zucker. Geht schnell und schmeckt lecker 😀 .


Zutaten für 12 Marillen

  • 2 Eier (je nach Größe)
  • 40g Butter
  • 250ml Wein oder Milch
  • Prise Salz
  • Vanille
  • etwas Zucker
  • 200g glattes (Dinkel-)Mehl
  • 12 Marillen
  • Öl oder Butterschmalz

Zubereitung

Zuerst gleich mal die Marillen waschen und vorbereiten. Wie bereits erwähnt, können die Marillen halbiert werden oder den Kern mit einem Kochlöffelstiel entfernen und das Loch mit einem Stück Marzipan füllen. Dann den Backteig zubereiten. Dafür sollten eigentlich die Eier getrennt und das Eiklar zu Schnee geschlagen werden. Aber wer die Eier lange genug schlägt bzw. eine Küchenmaschine dafür verwendet, kann sich diesen Schritt ersparen 🙂 . Daher habe ich einfach die Eier mit einer Prise Salz, etwas Zucker und Vanille mit der Küchenmaschine sehr, sehr schaumig geschlagen. Derweil die Butter schmelzen und den Wein oder die Milch damit vermischen. Diese Mischung dann langsam zur Eimasse geben und das Mehl unterheben.

Nun das Öl oder das Butterschmalz in einem Topf erhitzen. Es hat die richtige Temperatur, wenn bei einem eingetauchten Holzspieß Bläschen aufsteigen. Die Marillen in mehreren Etappen durch den Backteig ziehen und goldbraun ausbacken. Sie sollten richtig schwimmen, daher habe ich eher einen kleineren Topf verwendet, denn dann brauchte ich nicht so viel Öl.

Auf Küchenrolle abtropfen lassen und mit Vanillesauce und eventuell mit Mandelsplitter anrichten. Ich finde, lauwarm schmecken sie am besten 😀 .

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